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Hanau liest ein Buch 2022

Hanau hat gelesen

Vom 23.-30. September 2022 fand die Aktion Hanau liest ein Buch 2022 statt.
Im Mittelpunkt stand der Roman „Die Nachricht“ von Doris Knecht.
Die Jury, in der der Buchladen am Freiheitsplatz, die Buchhandlung „Bücher bei Dausien“ und die Stadtbibliothek vertreten sind, hat die Vorschläge der Leserinnen und Leser gesichtet, eigene Vorschläge gemacht und sich für den aktuellen Roman „Die Nachricht“ der österreichischen Autorin Doris Knecht entschieden. Er ist in diesem Jahr im Hanser Verlag erschienen.

Auch in unserer ersten Podcastfolge dreht sich alles um Hanau liest ein Buch! Hier finden Sie die erste Folge und alle weiteren Informationen zum Podcast "Zwischen den Regalen".
Wir freuen uns über ihr Feedback!

Zur Autorin
Doris Knecht, geboren in Vorarlberg, ist Kolumnistin und Schriftstellerin. Ihr erster Roman, „Gruber geht“ (2011), war für den Deutschen Buchpreis nominiert und wurde fürs Kino verfilmt. Zuletzt erschienen „Besser“ (2013), „Wald“ (2015), „Alles über Beziehungen“ (2017) und „weg“ (2019). Sie erhielt den Literaturpreis der Stiftung Ravensburger und den Buchpreis der Wiener Wirtschaft. Doris Knecht lebt mit Familie und Freunden in Wien und im Waldviertel.

Zum Buch
Doris Knecht schreibt über familiäre Geheimnisse und die fatalen Folgen von Frauenverachtung und digitaler Gewalt.
Vier Jahre nach dem Tod ihres Mannes lebt Ruth allein in dem Haus auf dem Land, wo die Familie einst glücklich war. Die Kinder haben längst ihr eigenes Leben, während Ruth das Alleinsein zu schätzen lernt. Bis sie eines Tages eine anonyme Messenger-Nachricht bekommt, von einer Person, die mehr über ihre Vergangenheit zu wissen scheint als Ruth selbst.
Man liest den Roman mit der Spannung, wer wohl der Verfasser dieser Nachrichten ist und was die Gründe dafür sein könnten. Aber die eigentliche Spannung des Romans liegt in Ruth: wie schafft sie es, sich dem Zersetzungsprozess der anonymen Nachrichten zu entziehen.

Doris Knecht versteht es meisterhaft, Spannung aufzubauen und zu halten. Ihr Stil ist leichthändig und raffiniert, der Roman bleibt nicht nur wegen seines allgegenwärtigen Themas – Cybermobbing und Patriarchat – lange im Gedächtnis, sondern weil die literarische Virtuosität der Autorin die Protagonistin den Leserinnen und Lesern so nahebringt.