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Das Bildarchiv präsentiert: Das Bild der Woche

Das Bildarchiv präsentiert die Reihe "Das Bild der Woche" und stellt hier Bilder aus dem vielfältigen Archivbestand vor – von der ältesten Aufnahme, über Kuriositäten und Jubiläen, bis hin zu aktuellen Fotoarbeiten unserer Stadtfotografin.

Anregungen und Ideen zu Motiven und deren Geschichte können an medienzentrum@hanau.de gesendet werden.

#4 – Sonderzug nach …

Der Betriebsausflug der Hanauer Stadtverwaltung ist Tradition. Einmal im Jahr fahren die Mitarbeitenden der städtischen Verwaltung unter Eigenbeteiligung mit einem Sonderzug in eine andere Stadt, so auch letzten Freitag, weshalb die Verwaltung nur eingeschränkt erreichbar war.
Nach Pankow hat es nicht gereicht ob der großen Distanz, dafür ging es dieses Jahr nach Erfurt.
Auch 1953 gab es schon einen Betriebsausflug, damals ging es an den Rhein. Das Bild der Woche zeigt Mitarbeitende der Steuerverwaltung mit Blick auf den Rhein.
 
Signatur: MZHU0642_1953_B5; Aufn.: Schmincke, 16.05.1953

#3 – Der Gründer

Dieses Bild der Woche zeigt Franz Weber, den Gründer des Bildarchivs (damals Stadtbildstelle). Zum 128. Geburtstag von Franz Weber folgt hier ein kurzes Porträt:

Geboren am 24.04.1898 in Salmünster verschlug es Weber nach dem Ende des 1. Weltkrieges nach Hanau. Vom Hauptberuf war er Lehrer an der Bezirksschule I (heute Pestalozzischule) und machte sein Hobby Fotografie zum Nebenberuf. Ursprünglich dienten seine Aufnahmen für den Einsatz im Heimatkundeunterricht, bis sie schließlich zu einer umfassenden Archivsammlung über die Stadt Hanau anwuchsen. Über 30 Jahre lang war er Leiter der Bildstelle, bis er 1966 in den Ruhestand ging. 1970 wurde Weber für seinen Verdienst mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.
Bezeichnend war vor allem seine systematische und umfassende Fotodokumentation der Straßenzüge sowie die Reproduktion der Bewässerungspläne kurz vor der verheerenden Bombardierung am 19.03.1945, bei der ein Großteil der Stadt zerstört wurde.

Zu Webers Mitgliedschaft in der NSDAP gibt es nicht viele Informationen. Aber Weber sei kein fanatischer Anhänger gewesen; erst 1937 wurde er Mitglied – wie die meisten Bildstellenleiter und Lehrer es waren. Ihm war immer nur das Fotografieren wichtig – dies geht aus seiner handschriftlichen Chronik der Stadtbildstelle hervor, die heute im Stadtarchiv lagert. Für Weber war das Fotografieren Leidenschaft und Arbeit mit Herzblut. Er verstand sie als wertfreie Dokumentation des gegenwärtigen Geschehens: „Ich schicke voraus, dass ich bei allen meinen Aufnahmen bemüht war, objektiv zu sehen, um wirklich wahrheitsgetreue, geschichtlich einwandfreie Aufnahmen von der jeweiligen Situation festzuhalten. Manchmal war mirs nicht ganz geheuer dabei. So z.B. als ich dem Abtransport der Juden heimlich mit der Kamera folgte […]“.

1984 verstarb Franz Weber im Alter von 86 Jahren. Zu seinen Ehren ist ein Seminarraum im Kulturforum benannt, wo auch das Medienzentrum/Bildarchiv ansässig ist. Viele seiner Aufnahmen sind heute unschätzbare Zeugnisse einer Stadt, die damals fast vollständig zerstört wurde.
 
Signatur: ND_0140; Aufn.: Pohlmann, Juli 1962

#2 - Städtepartnerschaft

Anlässlich des 60-jährigen Bestehens der Städtepartnerschaft Hanau-Großauheims mit der nordfranzösischen Gemeinde Conflans-Sainte-Honorine gibt es aktuell eine Vitrinen-Ausstellung im Kulturforum, die Fotos, Zeitungsartikel und Schenkungsexponate zeigt.

Die Ausstellung ist eine Kooperation der im Kulturforum ansässigen Bildungseinrichtungen Stadtarchiv, Bildarchiv und Landeskundliche Abteilung. Das Bildarchiv lieferte dafür die entsprechenden Fotos.

Daher zeigt das zweite Bild der Woche die Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde am 25.09.1965 im Rahmen der Feierlichkeiten zur Verschwisterung zwischen Großauheim mit Conflans.

Zur Vitrinen-Ausstellung "60 Jahre Städtepartnerschaft"

Signatur: 1875_F4; Aufn. Schröder

#1 - Die älteste Aufnahme

Zum Anfang der Reihe „Bild der Woche“ möchten wir auch mit einem Bild aus den Anfängen starten. Die wohl älteste fotografische Aufnahme aus unserem Bestand zeigt die Hanauer Altstadt – genauer den Paradeplatz mit alter Infanterie-Kaserne – mit Blick nach der Nordstraße/Judengasse um 1850.

Das Original war vermutlich ein Salzpapierabzug, Autor unbekannt.
Das uns vorliegende Bild ist eine Reproduktion von 1950, aufgenommen von der ehem. Stadtfotografin Elisabeth Schmincke.

Die vermutlich erste dauerhafte Fotografie der Welt „Blick aus dem Arbeitszimmer von Le Gras“ stammt übrigens aus dem Jahr 1826.

Signatur: XXI_0030